Welcher Karrieretyp sind Sie und was motiviert Sie?
Die Karrieretypologie und Motivationstypologie

Die gepedu-Potenzialanalyse und ihre Typologien

Die Potenzialanalyse der gepedu erhebt ein breites Spektrum der wichtigsten berufsrelevanten Eigenschaften, Kompetenzen und Motive. Eine detaillierte und differenzierte Betrachtung der vielen einzelnen Ergebnisse ist notwendig und wichtig. Die Ergebnisvielfalt bedeutet aber auch, dass eine Betrachtung aller Einzelergebnisse und deren Zusammenhang schwer zu überblicken und zu interpretieren ist. Die Statistik bietet uns ein Werkzeug, mit dem wir nach Ordnungsprinzipien oder Regeln in dieser Datenvielfalt suchen können: die Clusteranalyse.

Mit Clusteranalysen lassen sich Personen aufgrund ausgewählter Ergebnisse in homogene Gruppen einteilen. Innerhalb einer Gruppe sollten die Personen dabei möglichst ähnliche Ausprägungen über die ausgewählten Merkmale aufweisen. Die Personen verschiedener Gruppen hingegen sollten möglichst unterschiedliche Ergebnisse aufweisen. Diese Gruppen von Personen nennt man auch "Cluster" oder "Typen". Die Beschreibung der einzelnen Cluster wird als "Typologie" bezeichnet.

Im Gutachten der Potenzialanalyse gehen wir auf verschiedenen Typologien ein: Karrieretypologie, Motivationstypologie und optional Führungstypologie und Verkäufertypologie (nur wenn die entsprechenden Zusatzmodule in der Potenzialanalyse bearbeitet werden). In der Karrieretypologie beschreiben wir 6 Typen: den Initiator, den Entdecker, den Allrounder, den Autonomen, den Entspannten und den Selbstkritischen. Anschließend berechnen wir, wie weit die Ergebnisse in den berufsbezogenen Eigenschaften und Kompetenzen mit den sechs beschriebenen Typen übereinstimmen. Im Kapitel Führungstypologie gehen wir auf verschiedene Führungsstile ein. Welche Führungstypen wir aufgrund eigener Analysen gefunden haben, beschreiben wir weiter unten. In der Verkäufertyplogie gehen wir darauf ein, ob die Ergebnisse im Verkäufermodul eher den Ergebnissen von guten Verkäufern (Top-Verkäufern) bzw. Personen, die weniger gut für den Verkauf geeignet sind, entsprechen und wir zeigen auf, welchem Verkäufertyp die Ergebnisse am ehesten entsprechen. Ob jemand eher einflussorientiert, sozialorientiert, gestaltungsorientiert oder materiell orientiert ist, damit beschäftigen wir uns am Ende des Gutachtens im Kapitel Motivationstypologie.

In der gepedu-Potenzialanalyse erfahren Sie, welchem der folgenden sechs Karrieretypen Sie am ehesten entsprechen.

1. Der Initiator

Besonders zeichnen den Initiator hohe Eigeninitiative, Kommunikationsstärke, Durchsetzungsvermögen, Selbstvertrauen, Verhandlungskompetenz und Verantwortungsbereitschaft aus. Er kann gut auf Menschen zugehen und diese für seine Sache oder Ideen begeistern. In den meisten Situationen bleibt er gelassen und ruhig und ist sehr belastbar. Mit Kritik an seiner Person und Arbeit kann er nicht so gut umgehen und mit der Sorgfalt nimmt er es manchmal auch nicht so genau.

2. Der Entdecker

Veränderungsbereitschaft, Leistungsbereitschaft, Lernbereitschaft und Flexibilität zeichnen den Entdecker aus. Er ist sehr belastbar und übernimmt gerne Verantwortung. Soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke, Kontaktstärke, Verhandlungskompetenz und das Lösen von zwischenmenschlichen Konflikten sind bei ihm durchschnittlich ausgeprägt. Sich in die Lage von Anderen hineinzuversetzen ist nicht unbedingt seine Stärke.

3. Der Allrounder

Der Allrounder verkraftet Misserfolge und Enttäuschungen gut und kommt auch mit Aufgaben klar, bei denen sich nur selten Erfolge einstellen. Er ist kontakt- und kommunikationsstark und kann gut mit Kritik umgehen. Darüber hinaus hat er ein gutes Selbstbewusstsein und bringt Verhandlungskompetenz mit. Flexibilität, Veränderungsbereitschaft, Eigeninitiative, Lernbereitschaft und Selbständigkeit sind aber nicht seins und ausbaufähig.

4. Der Selbstkritische

Er nimmt es auch mit Kleinigkeiten immer sehr genau und arbeitet lieber etwas langsamer und präzise, als schnell und ungenau. Er hinterfragt sein Handeln kritisch und überlegt sich oft, wie er etwas hätte besser machen können. Andere für seine Sache begeistern oder zwischenmenschliche Konflikte lösen kann er weniger. Auch fällt es ihm schwer mit anderen zu kommunizieren. Sein Selbstbewusstsein ist nicht besonders ausgeprägt. Daher kann er sich auch weniger gut gegen andere behaupten oder durchsetzen.

5. Der Autonome

Der Autonome verlässt sich nicht auf die Meinung von anderen und trifft alle Entscheidungen alleine. Er besitzt ein gesundes Maß an Eigeninitiative und Kontaktstärke. Einfühlungsvermögen, Begeisterungsfähigkeit und Konfliktlösung sind bei ihm durchschnittlich ausgeprägt. Schwierigkeiten hat er damit, sich in ein Team zu integrieren. Er ist nur selten entspannt, ist ungeduldig und sehr schnell frustriert.

6. Der Ausgeglichene

Er kann nach einem stressreichen Tag abends gut abschalten und erholt sich in seiner Freizeit von seinem Arbeitsstress. Darüber hinaus kann er Kritik gut annehmen und ist nicht beleidigt, wenn er kritisiert wird. Belastbarkeit, Flexibilität, Teamfähigkeit, Veränderungsbereitschaft und Frustrationstoleranz sind bei ihm durchschnittlich ausgeprägt. Er traut sich aber häufig nicht sehr viel zu und Verhandlungskompetenz, Kommunikationsstärke und Kontaktstärke sind bei ihm weniger ausgeprägt. Andere für etwas begeistern und Eigeninitiative sollte man von ihm auch nicht erwarten.

Die Motivationstypologie der gepedu der Potenzialanalyse

Aus den Daten aller früheren Teilnehmerinnen und Teilnehmern konnten wir statistisch vier Motivationstypen ableiten, die sich in den zugrundeliegenden Zielen und Motiven bedeutend unterscheiden.

1. Der einflussorientierte Typ - eher extrinsisch motiviert

Führungsaufgaben übernehmen, Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen, Erfolge erzielen und Besonderes leisten – diese Arbeitsinhalte stehen beim einflussorientierten Typen weit oben. Wer hier sehr hoch punktet, ist nicht unbedingt ein Teamplayer. Mit anderen Menschen zusammenarbeiten und anderen Menschen helfen sind für den einflussorientierten Typen weniger wichtig.

2. Der sozialorientierte Typ - eher intrinsisch motiviert

Der sozialorientierte Typ möchte anderen Menschen helfen und mit anderen Menschen zusammenarbeiten. Die Kolleginnen und Kollegen und Menschen am Arbeitsplatz und der soziale Austausch mit ihnen haben für den sozialorientierten Typen einen hohen Stellenwert. Er möchte in einem Team arbeiten und anderen Menschen etwas beibringen, diese unterstützen und weiterbringen. Darüber hinaus übernimmt er gerne auch Führungsaufgaben. Erfolge erzielen und Besonderes leisten, viel Geld verdienen oder kreativ arbeiten – diese Motivatoren besitzen für ihn keinen besonderen Reiz.

3. Der materiellorientierte Typ - eher extrinsisch motiviert

Viel Geld verdienen und wirtschaftliche und finanzielle Sicherheit sind dem materiellorientierten Typen besonders wichtig. „Wenn ich schon arbeiten muss, dann möchte ich viel Geld verdienen und mir keine Sorgen mehr um meine Finanzen machen“ - so oder so ähnlich könnte die Antwort lauten, wenn man den materiellorientierten Typen fragt, was ihn zum arbeiten motiviert. Inhalte wie mit anderen Menschen zusammenarbeiten, Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen und Ideen einbringen, Entwicklungen mitgestalten sind für ihn kaum wichtig.

4. Der gestaltungsorientierte Typ - eher intrinsisch motiviert

Wer hier hoch punktet, möchte bei der Arbeit eigene Ideen einbringen, Entwicklungen mitgestalten und kreativ arbeiten. Obwohl der gestaltungsorientierte Typ selbstbestimmt arbeiten möchte, ist es ihm wichtig, dass er anderen Menschen helfen kann. Bedürfnisse wie viel Geld verdienen und Führungsaufgaben übernehmen spielen für diesen Typen keine große Rolle.

Potenzialanalyse bearbeiten

Hier können Sie die Potenzial­analyse für Fach- und Führungskräfte online bearbeiten.

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